AFRICANTERMINAL

AFRICAN

TERMINAL

Business School

Viele Neuhamburger, die in den vergangenen Jahren aus afrikanischen Ländern in die Stadt gekommen sind, wollen im Im- und Exporthandel mit afrikanischen Ländern tätig zu werden. Meist fehlt Ihnen dazu jedoch Kapital. Im African Terminal sind angehende Händler aus Gambia, Ghana und Nigeria organisiert, die ihr Wissen über den Markt in ihren Herkunftsländern mitbringen, und sich im Zuge der ersten Handelstransaktionen in Hamburg weiter qualifizieren. Dazu gehört die Eröffnung eines Geschäftskontos oder die Neubeantragung eines Führerscheins ebenso wie komplexe logistische, rechtliche und ökonomische Fragen.

Nicht nur für die Neuhamburger ist der African Terminal eine Schule, auch die kultur-schaffenden Mitglieder wollen hier etwas lernen und mit allen Beteiligten gemeinsam erforschen:

Wussten Sie, dass 90 Prozent aller Gegenstände, die wir im Alltag nutzen, auf dem Seeweg zu uns kommen? 130 000 000 Tonnen Güter aus über 900 Häfen dieser Welt werden jährlich im Hamburger Hafen umgeschlagen. Ein entscheidender Wirtschaftsfaktor: Theoretiker_innen sprechen von einem Logistical Turn. Doch immer größer sind die Konzerne, die dieses Geschäft beherrschen, und immer weniger Menschen haben Anteil daran.

Obwohl die Geschicke von Hafen und Stadt so eng miteinander verbunden sind, teilen immer weniger Hamburgerinnen und Hamburger ein Wissen darüber, wie Seehandel funktioniert. Dies ist ein weltweiter Trend: „We suffer from Seablindness“, nennt der Chef der britischen Marine das. Mit dem African Terminal wollen wir etwas gegen unsere Seablindness tun und ganz praktisch erfahren: Wie funktioniert Logistik im Hamburger Hafen? Wie funktioniert Seehandel und wer verdient daran?

Die wichtigste Frage bleibt: Wie kann aus Handel ein Miteinander Handeln werden?

Die Business School des African Terminal kooperiert mit dem Graduiertenkolleg Performing Citizenship (Hafencity Universität/HAW Hamburg/FUNDUS THEATER/ K3 – Zentrum für Choreographie) und steht in Verbindung zu Forschungsprojekten zum Zusammenhang von Sound und der Erinnerung an Kolonialgeschichte (Katharina Kellermann), zum Zusammenhang von Logistik und Choreographie (Moritz Frischkorn), sowie zu Paralogistik (Sibylle Peters).

Die Business School des African Terminal ist für ihre weitere Entwicklung an Kooperationen mit NGOs und Organisationen wie der Handelskammer oder auch der Agentur für Arbeit interessiert. Bei Interesse bitte melden!